Hard Weekend

Ich bin einfach zu alt für den Scheiß, das war mal ein hartes Wochenende.

Freitag 07:45 Uhr – Start in den Tag , der Wecker klingelt und der Sam springt (noch) voller Elan aus dem Bett.

08:20 – Die Putzfrau kommt und ich sage ihr gleich als erstes dass gegen 11:00 Uhr ein Techniker kommt und dass sie ihn ohne weiteres hineinlassen soll und danach allein lassen kann, da es ein bekannter ist.

08:58 Uhr – Die Arbeit beginnt und es wird gleich unentspannt, sauviel zu tun und viel zu wenig Zeit.

11:05 Uhr – Das Telefon klingelt, es ist der Fachmann für Sat.- Anlagen (der btw. nach 3 Wochen endlich TV anschließen soll) er steht vor meiner Tür doch es öffnet keiner. Wo ist die Putzfrau?! Ich rufe sie an:

Putzfrau: „Hallo?!“
Sam: „Ja, hier auch HALLO!!!???!!! Wo bist du, der Techniker ist da.“
Putzfrau: „Ich habe bis kurz nach 11:00 Gewartet aber da kam keiner“
Sam: „Wo bist´n du jetzt?“
Putzfrau: „Ich bin in Ottbergen bei der Bank“
Kleiner Ergänzungs-cut: Entfernung Höxter – Ottbergen ca. 12km
Sam: „Es ist fünf Minuten nach Elf!!!“
Putzfrau: „Öhm… meine Uhr muss falsch gehen…“
Sam: „Vergisses!“

11:08 Uhr – Ich sprinte aus der Küche, schwinge mich aufs Fahrrad und düse mit vollspeed nach Hause.

11:11 Uhr – Ich öffne dem Techniker die Tür, mach den „Schnäpper rein um eventuelle Missgeschicke präventiv auszuschließen (<– Wortwitz!) und schwinge mich aufs Rad.

11:14 Uhr – Ich sitze noch nicht richtig auf dem Sattel, da klingelt das Telefon. Die Chefin (Meine Mutter) „Wo zum Teufel treibst du dich rum?!?!?!?!?“ Sieh zu dass du deine Arbeiten Fertig machst wenn du schon heut Nachmittag nicht da bist!!!“

11:17 Uhr – Ich bin wieder in der Küche und verkneife mir jede Art von Kommentar.

14:15 Uhr ich komme endlich aus dem Laden und düse (mal wieder) nach Hause. Dort erwartet mich just in time der Techniker mit dem Servcebericht. Techniker: „Ich hab da mal alles ordentlich gemacht, Cathrein Schüssel und ordentliches Kabel und so. Kaufste billig, kaufste zwei mal ne?!“ Er grinst und ich möchte ihm am liebsten mit der Satelliten-Schüsselaufhängung das Gesicht umoperieren; aber ich habe keine Zeit. Ich verabschiede ihn und Schlucke meinen Ärger über wahrscheinlich den horrenden Preis der neuen Schüssel, einfach hinunter.

14:30 Uhr – Zwei Scheiben Toast in den toaster gesteckt und ab ins Bad.

14:13 Uhr – Die wahrscheinlich schnellste Dusche meines Lebens inkl. abtrocknen, deodorieren, parfümieren und Kulturtasche packen.

14:20 Uhr – Die Tasche ist gepackt und ich gehe in die Küche um mich an meinen zwei Toastscheiben (Die erste Nahrung an diesem Tag) zu ergötzen.

14:21 Uhr – Mein Toastscheiben sind schon belegt… mit Grünem, Klebrigem und haarigem Belag…

14:23 Uhr – Ich bin dermaßen entsetzt, dass ich immer noch vor dem Schimmeligen etwas vor mir sinniere.

15:30 Uhr – Ein Joghurt hat´s auch gemacht, ich setzte mich ins Auto und fahre die B64 in Richtung Paderborn.

16:10 Uhr – Ich lade meinen Musikerkollegen ein und wir fahren zu einem bekannten, denn ich habe noch die Anlage vom Wochenende davor im Auto und die muss zurück. Ich gebe die Adresse ein und merke dass die Adresse die ins Navi eingegeben habe garnicht in Paderborn ist.

16:45 Uhr – Die anläge ist ausgeladen, die Stimmung im Auto ist mehr als angespannt und wir fahren los in Richtung Unna wo wir zum Soundcheck, eigentlich um 17:15 erwartet werden. Wir befinden uns in einem Vorort von Paderborn und haben laut Navi 98km vor uns.

17:05 Uhr – Wir sind auf der A33 in Richtung Dortmund unterwegs. Das Telefon Klingelt:

Micha: „Jungs wo seid ihr?!“
Sam: „Gleich auf der A44, noch ne Stunde leider kam ich später aus dem Laden als geplant“
Micha: „Stooooooppppp!!! Nehmt die nächste ausfahrt und kehrt um! egal wie spät es ei euch wird, fahrt über Bielefeld. Die A44 ist komplett gesperrt bis voraussichtlich heut Nacht. Sven (Der Schlagzeuger) sitzt mitten drin und kommt nicht weg, ich überlegen bereits mein Schalgzeug hier in Unna auf zu bauen und ihn abholen zu lassen.“

17:06 Uhr – Wir kehren um und die Laune wird dadurch nicht besser…

18:20 Uhr – Endlich in Unna Angekommen begeben wir uns zur Bühne und Checken noch schnell den Sound der Mikros. Ich nehme meinen Gitarrenkoffer und denke mir noch: „Wie gut dass ich gestern noch neue Saiten aufgezogen habe“ Ich öffne den Gitarrenkoffer stelle mit entsetzen fest, dass ich die falsche Gitarre mitgenommen habe.

18:40 Uhr – Die neuen Saiten sind aufgezogen und ich beginne damit sie grob einzuspielen, sodass die Gitarre sich beim spielen nicht andauernd verstimmt. Ich setzte an und die hohe E-Saite reißt beim ersten versuch…

18:42 Uhr – Ich stehe im Dixi Klo und trete mit voller Wucht gegen die Innenwand.

18:55 Uhr – Die Saite ist neu aufgezogen und die Gitarre eingespeilt und gestimmt. Vielen dank an dieser Stelle an Chris, der das für mich übernahm als ich kurz davor war das Ding in den Boden zu stanzen.

19:01 Uhr – Wir stehen vor einem Riesigen leeren Marktplatz, auf einer riesigen Bühne während es in Strömen regnet und bieten den wenigen Zuschauern das beste aus unserem Repertoire.

20:05 Uhr – Wir gehen von der Bühne, der Platz ist gut gefüllt. Um es mit den Worten eines Kollegen zu beschreiben: wir haben einen AWESOME Job gemacht. Ich verschwinde im Backstage und zieh mich um. Ich muss ja gleich wieder auf die Bühne.

01:50 Uhr – Ich sitze im Auto, nachdem wir gnadenlos überzogen haben und nach dem Auftritt noch Micha´s Geburtstag zelebriert haben.

03:50 Uhr – Ich liege endlich im Bett, meine Freundin möchte etwas von mir… Ich ignoriere es und schlafe innerhalb von Sekunden ein. (Sorry Schatz, holen wir nach)

Den nächste Morgen…

07:25 Uhr –  der Wecker klingelt!!!

07:27 Uhr – Ich lege mir zwei Toastscheiben in den Toaster, schmeiße die Kaffeemaschine (die meine Freundin in der nacht noch vorbereitet hat) an und gehe ins Bad.

07:40 Uhr – Es ist ist immer noch das gleich Toastbrot vom Tag davor, ich ignoriere es einfach, da mein Gehirn im Energiesparmodus läuft und das Ausrasten in meiner gegenwertigen Situation viel zu anstrengend wäre. Ich Gieße den Kaffee in meine Thermoskanne

 

 

 

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